Edwin Scharff, o.T. / sitzender Akt, um 1950, Federzeichnung, 60 x 42 cm, signiert unten rechts, aus der Sammlung Familie Sello

Edwin Scharff (1887-1955), geboren in Neu-Ulm, studierte von 1903-07 in München Malerei an der Kunstgewerbeschule (Ludwig von Herterich), anschließend Rom-Preis, danach Studienaufenthalte in Paris, Spanien und Italien. 1910 Mitglied der Münchener „Neuen Künstlervereinigung“. Nach einem Studienjahr in Paris (1913) Hinwendung zur Bildhauerei. Gründungsmitglied der „Münchener Neuen Sezession“. 1923-33 Lehramt an der HfBK, Berlin (Abteilung Angewandte Kunst). 1931 Mitglied der „Preußischen Akademie der Künste“. 1933 beurlaubt in Berlin und Versetzung an die Düsseldorfer Akademie. 1937 Entlassung, 1938 Berufsverbot. 1946-55 Leiter der Bildhauerklasse der Hamburger Landeskunstschule. In seinem Todesjahr, in dem er an der documenta 1 teilnahm, wurde von der Stadt Hamburg der „Edwin Scharff Preis“ gestiftet, der seitdem jährlich an Künstler vergeben wird, die das Kulturleben der Stadt prägen. Zahlreiche Plastiken befinden sich im öffentlichen Raum und in Museen, sechs in der Hamburger Kunsthalle.

 

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