Käthe Kollwitz, o.T., undatiert, Radierung, 39,5 x 39 cm, gerahmt. Aus der Sammlung Walter Kauffmann

Käthe Kollwitz (1867-1945) wurde in Königsberg geboren und nahm, gefördert durch ihren Vater, ab 1881 Unterricht bei dem Künstler Rudolf Mauer. 1885/86 ging sie in die sog. Damenakademie des Vereins der Berliner Künstlerinnen. In dieser Zeit wird ihr Interesse an den graphischen Arbeiten Max Klingers geweckt. Im Anschluss studierte sie bis 1890 bei Ludwig Herterich. 1891 zog die Künstlerin mit ihrem Mann nach Berlin/Prenzlauer Berg. Im Jahr 1898 nahm Kollwitz erfolgreich an der Großen Berliner Kunstausstellung mit dem Radierzyklus „Ein Weberaufstand“ teil, der von Max Liebermann lobend erwähnt wurde. Für den Zyklus „Bauernkrieg“ erhielt die Künstlerin den Villa-Romana Preis. 1910 begann sie mit der Bildhauerei. Der Verlust des Sohnes im Ersten Weltkrieg führte zu einem ausgeprägten Pazifismus. Zugleich definierte sie sich als Sozialistin. 1936 wurden ihre Werke vom Preußischen Kulturminister aus einer Jubiläumsausstellung entfernt, was einem Ausstellungsverbot gleichkam. Das Werk der Künstlerin umfasst Radierungen, Lithografien, Holzschnitte, Zeichnungen und Plastiken und zählt zu den bekanntesten des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum.

 

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