Harry Reuss-Löwenstein, Junge Frau, um 1920, Öl auf Hartfaser, 64 x 75 cm, aus der Sammlung Elke Dröscher

Harry Reuss-Löwenstein (1880 – 1966), Schriftsteller, Maler, Grafiker. 1896 – 1905 war er Matrose, danach ging er an die Hamburger Kunstgewerbeschule (Akt- und Porträtzeichen) und studierte Kunstgeschichte und Literatur an der Universität. In Finkenwerder lernte er Eduard Bargheer kennen. Nach dem 1. Weltkrieg war er Mitglied in der Hamburger Künstlerschaft (Mitwirkung bei den berühmten Künstlerfesten), 1933 wurde er als Halbjude ausgeschlossen. 1931 heiratete er die Malerin Else Ritter. Löwenstein war auch Kunstkritiker beim Hamburger Anzeiger; 1935 schrieb er einen Nachruf auf Max Liebermann, bevor er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen wurde – als „Volksschädling“, wie er es später formulierte. Nach 1945 gehörte er dem Hamburger Kulturrat an und erhielt zahlreiche Ehrungen als Schriftsteller und Maler.

 

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