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PROJEKTE |
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| 2011 | ||
| Okt./Nov. | Gerdt M. Siewert – Vom Chronisten der Bühnenwelt zum Kritiker der Weltbühne. Fotografie, Grafik, Ölbilder | |
In den Werkdialog werden Arbeiten aus dem Nachlass von Gerhard Dancker gestellt. Ausstellung ist in Vorbereitung |
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| März/April | Wlodek Bzowka – Digitale Impulse im Dialog mit einer Videoinstallation von Charlotte Jaus |
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Das Forum für Nachlässe zeigte in seiner Frühjahrsausstellung Werke des jung verstorbenen Künstlers Wlodek Bzowka. In Polen 1979 geboren, wuchs Bzowka in Düsseldorf auf und absolvierte von 2000 bis 2005 ein Kunststudium an der HfBK in Hamburg. 2007 kam Wlodek Bzowka bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich auf einem DAAD-Stipendienaufenthalt in Tokio. Das Forum für Nachlässe konnte den Nachlass des Künstlers Ende vergangenen Jahres aufnehmen und präsentierte daraus sowohl Bzowkas großformatige Arbeiten auf Leinwand als auch seine dynamisch-poetischen Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien. Darin lotet Bzowka die Möglichkeiten und Grenzen der Malerei im digitalen Zeitalter aus. Anregungen fand er u.a. in defekten Grafiken eines Computer-Kriegsspiels, deren digitaler Bildaufbau gestört war. Diese 'visuellen Zerfallsprozesse' übertrug Bzowka in seinen letzten großen Werkzyklus, der auch in der Ausstellung zu sehen war. Im künstlerischen Dialog mit diesen Arbeiten zeigte Bzowkas Kommilitonin Charlotte Jaus (*1980) die 5-Kanal-Videoinstallation nippon [reali'ty], deren Aufnahmen ebenfalls in Tokio entstanden. Anhand von Filmsequenzen werden darin Alltagserfahrungen mit Menschen, Architektur und Fortbewegungsmitteln in Tokio portraitiert. Die Installation wurde als Diplom-Arbeit erstmals im Februar 2009 an der HfBK in Hamburg präsentiert. |
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| 2010 | ||
| Sept./Okt. | "Grenzgänge" – Das zeichnerische Werk Karl-Heinz Westphals im Werkdialog mit Zeichnungen und Plastiken von Roland Helmus |
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Der 1946 in Mecklenburg geborene Künstler Karl-Heinz Westphal studierte zunächst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch und schweren körperlichen Misshandlungen in der Haft konnte er sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin fortsetzen. Vermutlich als Spätfolge dieser traumatischen Erlebnisse staatlicher Machtmechanismen nahm sich Westphal jedoch am Beginn seiner erfolgreichen Künstlerlaufbahn mit 32 Jahren das Leben. In einen Werkdialog dazu wurden diesmal Zeichnungen und Plastiken des Hamburger Künstlers Roland Helmus (*1952) gestellt. Sowohl unter formalästhetischen als auch inhaltlichen Gesichtspunkten lassen sich vielfältige Bezüge herstellen, ohne dass die Künstler in persönlichem Bezug zueinander gestanden haben. Das Kontrastierende als ein bildnerisches Prinzip in Helmus' Arbeiten öffnet wie bei Westphal das Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen sich verdichtender und auflösender Stofflichkeit, zwischen Hell und Dunkel, zwischen kraftvoller Farbigkeit, Schwarz und Weiß. |
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| April/Mai | Eine Hamburger Künstlerfamilie Friedrich Ahlers-Hestermann • Alexandra Povòrina • Tatiana Ahlers-Hestermann |
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Die Kunstmetropole Paris galt als Quelle der Inspiration für den Hamburger Künstler Friedrich Ahlers-Hestermann und die russische Künstlerin Alexandra Povòrina. In Paris nahm auch die private Beziehung der beiden ihren Anfang. Sie lernten sich während des Studiums an der Académie Russe in Paris kennen und brachten in den 1910/20er Jahren die Französische Moderne in die Hansestadt. Gemeinsam mit anderen Hamburger Künstlern/innen begründeten sie 1919 die Hamburgische Sezession, die zum Antrieb für eine innovative geistig-künstlerische Entwicklung der hamburgischen Kunstszene werden sollte. Gemälde und Zeichnungen des Künstlerpaares Povòrina – Ahlers-Hestermann aus den 1920er Jahren bildeten den ersten Teil der Ausstellung. Daran schlossen sich Fotografien und Handzeichnungen an, die atmosphärische Einblicke in das Familienleben gewährten. In einer dritten Abteilung zeigte das Forum für Nachlässe erstmals eine Auswahl an Tatianas textilen Arbeiten sowie Fotos von weiteren Tapisserien, Kirchenfenstern und Mosaiken. |
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| 2009 | ||
| Juni | Heinz Lilienthal – Kunst am Bau in Glas, Stein, Beton und Metall im Dialog mit Objekten von Volker Lang |
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Glasfenster für Kirchenräume zu gestalten war eine der großen Bauaufgaben der fünfziger und sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Heinz Lilienthal gehörte zu den prägenden Künstlern dieser Zeit. Über die traditionelle Bleiverglasung hinaus arbeitete er in der innovativen Technik der Betonverglasung. Es war wie ein "Malen mit farbigen Glasstücken", woraus sich seine leuchtenden, figürlichen und abstrakten Fenstermotive entwickelten. Zudem ging Lilienthal neue Wege in der dekorativen Wandgestaltung und setzte mit seinen Arbeiten aus geschmolzenem Metall, Beton, Holz und Naturstein neue Akzente an Bauten der 1960er bis in die 1980er Jahre hinein. In den Werk-Dialog trat diesmal der Hamburger Künstler Volker Lang (*1964) mit Objekten aus Glas-Beton. Die Ausstellung und das vielseitige Rahmenprogramm waren Teil des Hamburger Architektursommers 2009. |
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| 2008 | ||
| November | Irma Weiland: Malerei • Aquarell • Zeichnung Werkschau anlässlich des 100. Geburtstages der Künstlerin |
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Die Hamburger Malerin Irma Weiland begann ihre künstlerische Arbeit als Kulissenmalerin im St.-Pauli-Varieté Alcazar. Erst nach einigen Jahren in diesem Beruf entschied sie sich für das Studium der bildenden Kunst an der Landeskunstschule bei Fritz Kronenberg. Die Ausstellung setzte genau hier an und zeigte die Vielschichtigkeit des Gesamtwerkes auf. Insgesamt wurden über 30 Arbeiten in Öl, Aquarell und Zeichnung sowie dokumentarische Fotografien zur Frühzeit präsentiert. Mit ausgewählten Repräsentanten der verschiedenen Stile konnte sich der Ausstellungsbesucher zwischen magischen Raumbildern, Graphiken, faszinierenden Stillleben oder atmosphärischen Landschaften wiederfinden. |
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| April | INGEBORG SELLO (1916 - 1982) - Atelierbesuche - Fotografien | |
Seit Gründung der "Galerie der Jugend" im Dezember 1945 besuchte Ingeborg Sello zahlreiche Künstlerateliers. Anfangs ging es um die Entdeckung von Talenten für die eigene Galerie, wo es neben den als 'entartet' verfemten Expressionisten (Carl Hofer, Erich Heckel, Otto Mueller u.a.) die Künstler der ebenfalls zuvor ausgegrenzten Hamburgischen Sezession und die jungen Absolventen der Landeskunstschule zu sehen gab. Als die Galerie durch den wirtschaftlichen Druck der Währungsreform 1950 schließen musste, rückte die inzwischen zur Meisterfotografin Geprüfte mit Gehilfin und schwerer Fototasche bei den Künstlern an, um das Bildmaterial für Reportagen und Kataloge zu liefern. Im Dialog mit aktuellen Beiträgen aus den Künstlerateliers von Volker Lang und Rainer Müller-Tombrink erweiterte sich das Spannungsfeld der Bildbetrachtung. |
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| 2007 | ||
| November | HANS-GÜNTHER BAASS (1909 - 1991). Ein Hamburger Maler | |
Der Hamburger Maler Hans-Günther Baass ließ seine stillen, monochromen Ölgemälde fernab vom Kunstmarkt und dem aktuellen Kunstgeschehen seiner Zeit entstehen. Zurück gezogen in einem Atelier am Hamburger Jungfernstieg schuf Baass eine Malerei, die mit heller Farbpalette und zarten farbigen Akzenten an die Werke der Impressionisten denken lässt. Seine Bilder präsentierte er in kleinen Ausstellungen in Hamburg oder Paris. In der französischen Hauptstadt vertrat ihn die Galerie Saint-Placide, und er war Mitglied im Salon des Artistes Indépendants. 1992 wurde das Baass-Atelier-Stipendium begründet, welches jungen Künstlern/innen ermöglicht, in dem kleinen Atelierraum am Jungfernstieg zu arbeiten. Vier Stipendiaten Linda McCue, Stefan Oppermann, Dennis Scholl und Dieter Vieg stellten in der Ausstellung ausgewählte Werke in einen Dialog mit den Gemälden von Hans-Günther Baass. |
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| April | GUSTAV BERTHOLD SCHRÖTER (1901 - 1992) - Zeichnungen Aquarelle Papierreliefs | |
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Der Hamburger Künstler Gustav B. Schröter schuf seine stillen, grandiosen und revolutionären Werke im Verborgenen. Hinter der beruflichen Tätigkeit als Kunsterzieher am Gymnasium Wilhelmsburg verbarg sich zeitlebens ein produktives und intensives künstlerisches Schaffen. Im Rahmen dieser Ausstellung rief das Forum erstmals auch zu Bild-Dialogen auf, woraus sich eine erste Projekt-Kooperation mit den im Künstlerhaus ansässigen Künstlern ergab. Es wurden Werke von Roland Helmus, Klaus Kröger und Pavel Richtr in die Schröter-Ausstellung eingestellt. Ihre Arbeiten eröffneten auf besondere Weise einen Dialog zur vielfältigen Bildtextur in Schröters Bildern. Hieraus erwuchs ein Konzept, das auch für zukünftige Ausstellungen immer wieder verfolgt werden wird. |
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| 2006 | ||
| Oktober | ELSE WEBER (1893 - 1994) - Retrospektive in Kooperation mit der Martha Pulvermacher Stiftung |
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| Else Weber war befreundet mit namhaften Malern und Malerinnen der Hamburgischen Sezession wie Arnold Fiedler, Erich Hartmann und Gretchen Wohlwill. Dort war Else Weber als Gast bei Ausstellungen vertreten. Mehrfach stellte sie zudem in der Künstlerinnenvereinigung GEDOK aus, deren Mitglied sie war, und wo sie unter anderem 1984 und zuletzt 1993 große Einzelausstellungen hatte. Am 25. Februar 1994 starb sie hundertjährig in Hamburg. Charakteristisch für Else Webers Werk sind Figuren- und Porträtbilder. Daneben nehmen ihre Landschaftsdarstellungen eine wichtige Stellung im Gesamtwerk ein. Sie sind durch ihre Leidenschaft fürs Reisen häufig auf Frachtschiffen geprägt. Ihre Bilder zeichnen sich durch einen schwungvollen Pinselstrich aus, der oftmals von einer intensiv leuchtenden Farbigkeit getragen wird. Diese Malweise lässt sich als eine von der Realität abstrahierende, sich auf das Wesentliche der Form konzentrierende Malweise beschreiben. |
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| April | ALEXANDRA POVÒRINA (1885 - 1963) - Gemälde, Zeichnungen und Collagen | |
Alexandra Povòrina gehört zu den Kunstschaffenden der sogenannten "verschollenen Generation". Einer Generation von Künstlern, die Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre ein wichtiges, vorwärts weisendes Stadium in ihrer Kunst erreicht hatten und teilweise schon zu den Erfolgreichen zählten. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten setzte den avantgardistischen Entwicklungen jedoch ein abruptes Ende. Die Ausstellung zeigte eine Auswahl von über 50 Arbeiten Alexandra Povòrinas aus nahezu allen Schaffensperioden. Den Anfang bildeten die gegenständlich modernen Arbeiten der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Es folgten Werke aus der Experimentierphase mit der Abstraktion in den Zwanzigern bis hin zu abstrakten Ölgemälden, Materialbildern mit Sand sowie Arbeiten auf Papier. Das Spätwerk repräsentierten die Collagen, die nach 1958 entstanden. |
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| 2005 | ||
| April | Ausstellungspremiere, April 2005 |
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| Der erste öffentliche Auftritt des Forums für Nachlässe mit einer groß angelegten Präsentationsausstellung brachte eine äußerst positive, auch überregional hervortretende Resonanz mit sich. Gezeigt wurde mit über 70 Exponaten eine Auswahl an Arbeiten aus 11 Nachlässen, mit denen eine langfristige Zusammenarbeit anvisiert ist, und die bei einigen bereits vollzogen, bei anderen noch nicht endgültig entschieden ist. Weitere Informationen zu dieser Ausstellungspremiere enthält das Katalogheft. |
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